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Was bedeutet B2B?

Im Zuge der Globalisierung und Digitalisierung verkomplizieren sich auch Geschäftsprozesse immer mehr. Der Markt ist jetzt nicht mehr auf die nationale Ebene beschränkt, sondern erstreckt sich über die ganze Welt. Mit diesen neuen Bereichen kommen auch neue Begriffe in Umlauf. Eine Bezeichnung, die man in diesem Zuge sehr oft hört, ist “B2B”. Doch was bedeutet B2B, dieser Begriff? 

Wie wird B2B definiert?  

B2B ist die Abkürzung für Business-to-Business und bedeutet so viel wie “von Firma zu Firma”. Das bezeichnet die Geschäftsbeziehungen zwischen zwei Unternehmen. Diese Verbindungen werden mit der Globalisierung immer relevanter, denn kaum eine Firma stellt alle ihre Produkte selbstständig her. Meistens gibt es ausgelagerte Aufgaben in der Herstellung, ganz abgesehen von Bereichen wie der Instandhaltung der Firmengebäude, welche an ein anderes Unternehmen übergeben werden. B2B-Unternehmen zählen andere Betriebe zu ihren Klienten. Sie handeln also nicht direkt mit den Kunden, sondern beliefern und unterstützen andere Unternehmen in deren Produktionsprozessen. 

Merkmale von B2B-Unternehmen 

Wenn man sich einzelne Firmen anschaut und diese miteinander vergleicht, so haben B2B-Unternehmen meist größere Lieferungen als B2C-Unternehmen. Das liegt daran, dass Kunden die gelieferten Produkte in der Regel weiter verwenden und diese eventuell sogar noch an mehrere weitere Unternehmen weitergeleitet werden. Auch die Preiskalkulation erfolgt oft anders als in einem Unternehmen, welches direkt die Kunden bedient. Da große Mengen an Produkten oder Dienstleistungen gekauft werden, gibt es meistens individuelle Preise, welche sich auch durch Massenrabatt verändern können.

Der Unterschied zu B2C 

Der Unterschied zwischen B2B und B2C liegt bei den Kunden, welche bedient werden. B2C bedeutet Business-to-Customer, übersetzen kann man es als “von der Firma zum Kunden”. Es handelt sich also um die Geschäftsbeziehung von Unternehmen zu Kunden, welche als Privatperson Produkte kaufen und bezeichnet dadurch Firmen, deren Angebot sich an Kunden richtet. Diese Endkunden sind oft das Ende einer sehr langen Lieferkette zwischen zahlreichen B2B-Unternehmen. Ein Endkunde kauft zum Beispiel ein Auto, weiß aber nicht, aus wie vielen verschiedenen Ländern und Konzernen all die Einzelteile kamen. Viele Produkte von B2B-Unternehmen werden weiterverarbeitet und daraufhin an den nächsten Konzern in der Produktionskette weitergegeben. Natürlich muss das nicht immer ein derart komplizierter Ablauf sein. Auch am Beispiel des Supermarktes lassen sich die Unterschiede gut darstellen. Ein großer Produzent verkauft dem Supermarkt große Mengen an Lebensmitteln und die Kunden kaufen dort ein. Der Supermarkt ist also ein B2C-Unternehmen, während der Produzent ein B2B-Unternehmen ist. 

Sind B2B und B2C gleichzeitig möglich?

Wenn man B2B und B2C gegenübergestellt, klingt es, als würden sie sich gegenseitig ausschließen. Es ist jedoch für ein Unternehmen durchaus möglich, gleichzeitig andere Firmen, aber auch Endkunden zu bedienen. Das ist zum Beispiel in Hotels der Fall, die Tagungsräume und Unterkünfte anbieten. Hier können Privatpersonen Urlaub machen – es können sich aber auch Unternehmen Zimmer mieten, um dort Konferenzen zu halten. Für das Hotel macht es nicht wirklich einen Unterschied. Die Räume bleiben schließlich die gleichen. Im Bereich der Produktion ist die Kombination von B2B und B2C hingegen eher selten, denn B2B-Unternehmen handeln in der Regel in Mengen, die für einen einzelnen Konsumenten zu groß sind. 

Fortschritte durch die Digitalisierung 

Wie in den meisten Lebensbereichen hat die Digitalisierung auch in der Wirtschaft erhebliche Auswirkungen. Mit der Entwicklung von KI, der immer schneller und einfacher werdenden Kommunikation, wird die Vernetzung von Unternehmen untereinander zunehmend leichter und effektiver. Viele Prozesse können automatisiert werden und bringen dadurch weniger Zeit und Aufwand mit sich. 

Auch Webseiten können übersichtlicher gestaltet werden und auf diese Weise steigt die Transparenz für Kunden. Immer mehr Unternehmen vertreiben ihre Produkte über Online-Verkaufsplattformen und erleichtern die Geschäftsprozesse.